Die Kunst der Interpretation

Von , 20. Oktober 2011 19:31

Heute veröffentlichte Reinhold Gall (SPD), Minister im Innenministerium Baden-Württemberg, seine Bilanz zu den Kontrollen, die Landesweit bei den gemeldeten Waffenbesitzern durchgeführt wurden.
Für die weitere Lektüre empfiehlt es sich zuerst den Bericht im Original zu lesen:

Innenministerium Baden-Württemberg – Bilanz zum neuen Waffenrecht

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Wird „Schlag den Raab“ von Pro7 abgesetzt?

Von , 16. Oktober 2011 11:03

Dieser Geanke schoss mir Gestern Abend durch den Kopf als ich mal wieder gelangweilt durch die deutschen Kulturprogramme gezappt bin.
Gestern Abend lief u.a. auf Pro7 eine neue Auflage des Quotenschlagers „Schlag den Raab“.
Wer nicht weiß worum es hier geht: Der Entertainer Stefan Raab stellt sich in dieser Sendung einem vom Publikum gewählten Kandidaten. Die beiden treten dann in diversen Weiter lesen 'Wird „Schlag den Raab“ von Pro7 abgesetzt?'»

Erneuter Amoklauf von B90/Die Grünen

Von , 12. Oktober 2011 11:49

Ich habe mir gerade den Bericht vom 11.10.2011 „Halbautomaten aus dem Katalog“ bei Report Mainz (SWR) angeschaut. Verantwortlicher Autor ist Eric Beres.

Report Mainz – Halbautomaten aus dem Katalog

In diesem Beitrag wird sich darüber empört das es hier in Deutschland Halbautomatische Langwaffen für Sportschützen und Jäger zu kaufen gibt, die, Zitat Wolfgang Wieland (B90/Die Grünen), „kriegsähnliche Anscheinswaffen“ sind.

Hintergrund ist das Massaker auf Utøya, bei dem der Täter ein Halbautomatisches Gewehr verwendet hat.

Unter anderem wird, neben dem Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden, der Gewerkschaft der Polizei und die Position von B90/Die Grünen, auch das wirre Manifest des Täters von Utøya heran gezogen.
Dabei wird dem Zuschauer folgendes erzählt: (Zeit 4:08-4:27 Minuten im Beitrag)

Zitat:
„In seinem Manifest schreibt er detailliert über die Waffen für seine mörderischen Pläne. Ein „Bolt Rifle“, also ein einfaches Gewehr reichte ihm nicht. Ganz bewusst kaufte er eines das „army like“, also militärisch aussieht, und „semi-automatic“ musste es sein, also Halbautomatisch mit schneller Schussfolge.“ Zitat Ende.

Mal davon abgesehen das ich die Taten von Oslo und Utøya zutiefst verabscheue und ich das Manifest dieses Mannes nie gelesen habe, so war jetzt doch meine Neugierde geweckt.
Und ich fand den Absatz, auf den sich Herr Beres in seinem Beitrag bezog.

Seite 1367:
„[…]I have now sent an application for a Ruger Mini 14 semi-automatic rifle (5.56). It is the most “army like” rifle allowed in Norway, although it is considered a “poor man’s” AR-15. […] In any case; I would rather have preferred a Ruger Mini 30, but I already own a 7.62 bolt rifle and it is likely that the police wouldn’t grant me a similar caliber.[…]“

„[…] Ich habe jetzt einen Antrag für ein halbautomatisches Gewehr Ruger Mini 14 (5.56) gestellt. Es ist das am „meisten militärisch aussehende“ Gewehr das in Norwegen erlaubt ist, ist es auch als das AR-15 des „armen Mannes“ bekannt. […] Ich hätte lieber eine Ruger Mini 30 bevorzugt, aber ich besitze schon ein Repetiergewehr im Kaliber 7,62 und die Polizei würde mir ein weiteres Gewehr im gleichen Kaliber nicht erlauben. […]“

In dem Beitrag wird dem Zuschauer suggeriert das der Täter von Utøya gezielt nach militärisch aussehenden halbautomatischen Waffen gesucht hätte. Liest man aber sein Manifest, stellt man im besagten Absatz fest das er nur über die Beantragung einer Waffe geschrieben hat. Kein Wort davon das es schnell schießen soll. Wer den Links folgt wird sehr schnell fest stellen das die beiden Waffen so gar nicht wie eine „Kriegsähnliche Anscheinswaffe“ aussehen.

Was noch auffällt: Bis auf die gezeigten Bilder von Friedrich Geppert (Präsident Bund Deutscher Sportschützen) und des Jägers der einen Schuss abgibt, sind alle Filmsequenzen die Waffen und/oder Munition zeigen aus dem Internet.
Gleich zu Anfang wird ein Werbevideo der German Sport Guns verwendet, das eine GSG-522 SD zeigt. Die Waffe selbst kann von Jägern in Deutschland gekauft werden, ist aber eine Kleinkaliberwaffe und für die Jagd ungeeignet. Für Sportschützen ist diese Waffe verboten da sie eine Lauflänge von 23cm (kleiner als 42cm) hat.

Dieser ganze Beitrag hat nur einen Zweck:

B90/Die Grünen wollen in diesem Herbst einen Gesetzentwurf in den Bundestag einreichen der den Besitz von sog. „kriegsähnliche Anscheinswaffen“ verbieten soll.
Hier in Deutschland gibt es keine Anhaltspunkte die einen solchen Gesetzesvorstoß mit belastbaren Fakten untermauern könnten.
Statt dessen wird wieder einmal eine Tragödie von großem Ausmaß und mit vielen Opfern aus dem Ausland für einen Innenpolitischen Vorstoß von B90/Die Grünen missbraucht.

Dies alles geschieht vor dem Hintergrund das B90/Die Grünen in letzter Zeit nicht sehr viele Erfolge erzielen konnte (Koalitionsdesaster in Berlin) bzw. eine kräftige Ohrfeige erhalten könnte (Mögliche Niederlage bei Volksabstimmung zu S21 in Stuttgart).
Um ihr politisches Ego wieder zu kurieren suchen sich die Grünen daher ein Thema zu dem sie keinen großen Widerstand aus der Presse erwarten und bei dem sie auf jemanden einprügeln können, die ihrer Meinung nach selbst einen „Defekt in ihrem Ego“ haben.

*Nachtrag*

Presseinformation REPORT MAINZ zum Thema „B90/Grüne fordern Verbot von halbautomtischen Langwaffen“

Ja spinnen die Amis??

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Von , 2. Oktober 2011 19:52

Ich bin heute beim schmökern im Netz über folgenden Artikel gestolpert:

Oregon Berufungsgericht kippt das Campus Waffenverbot
29.Sept. 2011

Monmouth, 29. Sept. – Das Berufungsgericht hat das Verbot zum tragen von Schusswaffen an staatlichen Universitäten in Oregon verworfen.

Geklagt hatte die Oregon Firearms Federation (OFF) nachdem der Student Jeff Maxwell, ein US-Marine, verhaftet wurde weil er auf dem Universitätsgelände einen Derringer bei sich trug.
Die Klagen gegen ihn wurden damals fallen gelassen, aber er wurde wegen Verletzung des Waffenverbots von der Universität verwiesen.
Die OFF klagte dann in seinen Namen gegen dieses Verbot.  (Jeff Maxwell hatte sich dieser Klage nie angeschlossen. Dem liegt eine Regel zugrunde das sich eine Person nicht an einer Klage beteiligt die einem Politischen Streit entspringt)

Nach zwei Jahren fällte das Berufungsgericht folgendes Urteil:

„Die ausgeführte Universitätspolitik zur Regulierung von Waffenbesitz ist nicht durch die Gesetzgebende Versammlung ermächtigt. Sie verletzt die ORS 166-170. Dementsprechend überschreitet die Universitätspolitik ihre Autorität und ist nach ORS183-400 ungültig.“

Die Entscheidung das Campusverbot zum tragen von Waffen zu kippen wurde dabei nur aufgrund von institutioneller Autoritäten gefällt, und nicht aufgrund des zweiten Verfassungszusatz.

Die geänderte Satzung Oregons (ORS 166-170) besagt das die Befugnis zur Regulierung über den Verkauf, Erwerb, Weitergabe, Besitz, Lagerung, Transport oder Gebrauch von Schusswaffen oder deren Bestandteile, einschließlich Munition, ausschließlich der Gesetzgebenden Versammlung vorbehalten ist.

In Oregon gibt es sieben staatliche Universitäten.
Die University of Oregon, Western Oregon University, Oregon Institute of Technology, Eastern Oregon University, Southern Oregon University, Portland State University und der Oregon State University.
In einer Erklärung äußerte sich der Sprecher der Oregon State University enttäuscht über dieses Urteil und man würde jetzt seine Möglicheiten prüfen.

„Die „Students for concealed carry“ (Studenten für verdecktes tragen (von Waffen)) zeigt sich offensichtlich zufrieden über dieses Urteil“, sagt David Burnett, ein Sprecher der Organisation.
„Es ist lächerlich das ein US-Marine, ausgebildet die Freiheit Amerikas mit einem M-16 auf den Straßen von Fallujah zu verteidigen, von einer Universität suspendiert wird weil er eine kleine Pistole bei sich trug.
Die Universitäten landesweit versagen regelmäßig dabei die Menschen auf dem Campus zu schützen, wollen diese aber gleichzeitig in ihrem Grundrecht auf Selbstverteidigung beschneiden. Wir sind mit der Entscheidung zufrieden und erwarten in naher Zukunft ähnliche Fortschritte.“

Im Juli erklärte der Generalstaatsanwalt von Virginia, Ken Cuccinelle, das Waffenverbot an Universitäten für ungültig.
Ab dem 1. November ist das verdeckte tragen außerhalb von College-Gebäuden im Bundesstaat Wisconsin legal.

„Studenten für verdecktes tragen (von Waffen)“ ist eine nationale, unparteiische Graswurzelbewegung mit über 40.000 Studenten, Lehrern, Angestellten, Eltern und besorgten Bürgern die der Meinung sind das es den Personen, die eine Waffentragelizenz besitzen, genau so erlaubt sein muss auf einem Universitätsgelände für die eigene Sicherheit sorgen zu können wie außerhalb davon.
Quelle: http://concealedcampus.org/ 

Ja haben die Amis einen an der Murmel?
Erlauben sie in mittlerweile 14 Bundesstaaten ihren Studenten, Lehrern und Angestellten das verdeckte tragen von Schusswaffen auf dem Universitätsgelände.

So zumindest würden Verteter einer bestimmten Deutschen Partei argumentieren die sich neben dem Umweltschutz auch einen unrühmlichen Namen als Volksentwaffner gemacht hat.

Aber im Grunde ist das nur der nächste logische Schritt, nachdem in fast allen Bundesstaaaten das verdeckte tragen von Schusswaffen erlaubt ist. Haben sich die staatliche Universitäten bis jetzt das Recht heraus genommen auf ihrem Gelände Schusswaffen zu verbieten.
Aber was passierte?
Im Öffentlichen Raum wurde es durch das verdeckte tragen von Schusswaffen durch unbescholtene Bürger für Kriminelle immer schwieriger an wehrlose Opfer heran zu kommen oder sie liefen Gefahr bei der Begehung einer Straftat von einem bewaffneten Bürger gehindert oder gestellt zu werden.
Da Kriminelle im Grunde Feiglinge sind und sie sich nur dann stark fühlen wenn ihre Opfer wehrlos sind, mussten andere Jagdgründe  erschlossen werden.
Und sie wurden fündig.
Die Colleges und Universitäten des Landes.
Sind sie doch Waffenfreie Gebiete in denen ihre Studenten zwar nicht per Gesetz, aber durch die „Hausordnung“ zu wehrlosen Opfern gemacht wurden.
Aber die Amerikaner haben erkannt das ihre Kinder an den Schulen und Universitäten nicht durch Verbote vor Kriminellen Idioten geschützt sind, die für ihre 15 Minuten Berühmtheit über Leichen gehen.
Die Amerikaner gehen einen anderen Weg als unsere Politiker hier in Deutschland gerne gehen wollen.
Sie erreichen Sicherheit durch Abschreckung, ein Konzept das im Grunde einfach und wirksam ist.
Die Kriminalitätsstatistiken seit der Freigabe des verdeckten Tragens von Waffen beweisen die Wirksamkeit.

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