Hetze gegen freie Bürger

Von , 28. Juni 2011 18:02

Von Markus Präg
Vorstandsmitglied prolegal http://www.pro-legal.de

Liebe Jäger und Sportschützen, Werte Sammler und am Schießsport Interessierte,
Sehr geschätzte freiheitlich Denkende,

wie weit die Hetze, denn anders kann man es nicht mehr nennen, gegen unseren Sport, gegen Menschen, die legal Waffen besitzen und auch allgemein gegen unabhängig Denkende, die sich nicht von Obrigkeit und Medien eine Meinung aufzwingen lassen wollen, geht, können Sie in diesem Artikel (http://www.nwzonline.de/Aktuelles/Politi…sier.html) der Nordwest-Zeitung nachlesen.

Interessant sind insbesondere die Kommentare zu diesem Artikel. Nicht nur ihre Anzahl und ihr ablehnender Tenor zeigen, daß die Menschen bei weitem nicht in dem von den Medien suggerierten Ausmaß gegen den Waffenbesitz und die Ausübung des Schießsports sind.
Die Medien verfügen in “unserem“ Staat über eine Machtfülle, die besorgniserregend ist.

Das entsprechende “Handwerk“ wird auf der unteren Ebene von Schreibern ausgeführt, die selbst grundlegende Voraussetzungen und Ansprüche des Journalismus ignorieren und mit Füßen treten, deren Berichterstattung nicht nur jeglicher Neutralität Hohn spricht, sie bemühen sich noch nicht einmal darum, die vorgegebene Linie zu kaschieren. In ihren Augen haben bestimmte Zielgruppen keine Chance. Andere hingegen sind sakrosankt.

Gegen diese staatliche Bevormundung und Besserwisserei, die in eklatantem Widerspruch, jedoch von vielen unbemerkt oder tapfer ignoriert, zu dem vordergründig zur Schau getragenen, tolerant-verständnisvollen Gebaren steht, vorzugehen, ist ein vordringliches Ziel von prolegal. Die absolute Kontrolle über Bürger, die legal Waffen besitzen ist nur eine Facette des Manipulations- und Kontrollbedürfnisses oder exakter, Kontrollwahns “unseres“ Staates, der sich in immer neuen Verboten manifestiert; diese Haltung offenbart nicht nur Misstrauen, sondern Angst gegenüber dem eigenen Souverän, dem eigenen Bürger. Das ist ein Skandal, den wir nicht hinnehmen dürfen!

Dieser kleine Artikel in jener unbedeutenden Postille ist ein Auftakt, Kontra zu geben. In unserer Gesellschaft haben einzelne Stimmen, die sich das Recht auf Widerspruch gegen die propagierte Einheitsmeinung erdreisten, jedoch kein Gewicht. Wir alle sind an einem kritischen Punkt angelangt: wir müssen jetzt etwas verändern, bevor uns endgültig jede Möglichkeit genommen wird. Tragen Sie mit dazu bei, unserer Stimme mehr Gehör zu verschaffen! Stehen Sie mit uns für unser Recht ein, für unsere bürgerliche Freiheit, für unseren Sport und für unsere Passion!

Mir soll sein böser Wille nicht viel schaden, ich tue recht und scheue keinen Feind.
Friedrich Schiller, Wilhelm Tell, 3. Akt, 1. Szene.

Gemeinsam sind wir stark – lassen Sie uns für eine offene Gesellschaft eintreten und sie gegen ihre neuen Feinde verteidigen: den Aufnahmeantrag (auch für Familienmitglieder) zu prolegal können Sie ganz einfach online stellen.

Privatfirma will Bundesgestze machen.

Von , 24. Juni 2011 08:46

Von Katja Triebel
Legalwaffenbesitzer

 

 

Liebe Kollegen und Waffenrechtsfreunde,
die rot-grünen Koalitionen in Baden-Württemberg und Bremen wollen nicht nur Großkaliber Kurzwaffen für Sportschützen verbieten, die Bremer wollen auch ArmatixSperrelemente für Waffentransporte zum Gesetz machen.

Nach meinen Recherchen könnte Armatix für die Erbwaffenblockierung 2003 verantwortlich gewesen sein durch gute, politische Kontakte, eventuelle Vermittlung von Aufsichtsratsposten an den damaligen Innenminister Schily und eventuelle Berater-Honoraren an Mitentscheidungstäger. (Researchquellen finden Sie auf der unten verlinkten Seite)

Methoden, die Armatix in der Schweiz angewandt hat und dort aufgedeckt wurden. Das Fazit der Schweizer:
Die Schweizer Landesregierung bezweifelt die Wirksamkeit elektronischer Sicherungssysteme.

 

Doch in Deutschland wurde genau diese Blockierung, die lediglich 30 Minuten Widerstand leisten muss, für Erben, die diese Waffen jahrelang besitzen dürfen, zur Gesetzespflicht

 

Doch in Deutschland werben Waffenrechts-Lobbyisten wie FWR und VDB aktiv für Armatix, u.a. in allen IWA-Zeitungen bis 2010, in den Interviews mit Herrn Streitberger nach Winnenden, der die Waffenlobby in Brüssel vertritt und aktuell durch den Zertifizierungs-Hinweis auf den VDB-Webseiten.

Doch in Deutschland wirbt das Aktionsbündnis Winnenden, das eine 10.000 Euro-Spende vom Armatix-Geschäftsführer erhalten hatte.

Doch in Deutschland wirbt der ehemalige Innenminister Brandenburgs, der ebenfalls 10.000 Euro Berater-Honorar
erhalten haben soll.

Sie können sich selbst überlegen, wie sich 200 Euro Mehrkosten pro Lauf, sowie die Schwierigkeiten beim Ein- und Aussetzen der Sperrelemente auf die Jagdausübung und den Schießsport auswirken wird.

Sie können sich auch überlegen, ob die rot-grüne Initiative des Großkaliberverbots zunächst in eine Sperrelement-Pflicht für diese Waffen „abgemildert“ wird, da unsere Waffenrechts-Vertreter ja immer gewillt sind, einige „Kröten“ zu schlucken.

Sie können sich auch überlegen, wielange es dann dauern wird, bis aus der Sperrelemente-Pflicht eine Pflicht für alle Waffen – auch Druckluft und Gaswaffen – wird. In England wurden Gaswaffen 2006 verboten und Druckluftwaffen stehten aktuell auf dem Programm.

Sie können sich auch überlegen, wieviele Methoden eine Firma, die seit Jahren lügt, besticht und Verluste auf Steuerkosten einfährt und trotzdem von öffentlichen Institutionen und Personen gefördert wird, noch in petto hat, um aus uns Gänse zu machen, die goldene Eier legen.

Wenn Sie dies nicht wollen, informieren Sie Ihre Lokalpolitiker und lokalen Medien, sowie Ihre Freunde und Bekannte.
Die unten verlinkte Seite ist zum Verteilen frei gegeben.

Anm. für Waffenhändler:
Bisher 4000 verkaufte Erbwaffen-Blockierungen können kein Argument dafür sein, dass Hunderte von Waffenhändlern dieses System weiterhin verkaufen. Für jährlich 500-1000 Blockierungen  würde in Deutschland ein einziger Büchsenmacher reichen, dem es egal ist, wie er sein Geld verdient.

Trennen Sie sich von Armatix, fordern Sie den VDB und das FWR auf, Werbung für diese Firma zu unterlassen.

Bei hochwertigen Erbwaffen kann man diese auch in Kommission nehmen bis der Erbe seine Sachkunde abgelegt hat und die Waffe wieder in Empfang nehmen darf. Bei Kurzwaffen und Schrotwaffen fragen Sie nach den mechanischen Produkten von TLS und Gunblock. Oder Sie schicken den Erben zu dem Büchsenmacher, der trotz dieser Erkenntnisse immer noch mit Armatix zusammenarbeiten will.

Eine Lizensierung für Armatix ist bereits intern ein Disqualifikations-Siegel und wird dies bald auch öffentlich sein.

Beugen Sie dem vor, in dem Sie jetzt der Lizensierung widersprechen und kontrollieren Sie, ob dies auch auf den beiden Webseiten von Armatix und VDB ausgewiesen ist.

Eine Seite Kompaktwissen zu den hier beschriebenen Aussagen und 13 Seiten Researchmaterial finden Sie online unter:
http://www.triebel.de/2011/Armatix-Dossier.pdf

Um welche Firma es sich handelt
Kurze Einleitung

Armatix beschäftigt sich bereits seit 2002 innerhalb der SimonsVoss Technologies AG mit der Entwicklung digitaler Waffensysteme.
Laut eigener Pressemeldung entstand 2004 die Armatix GmbH als Spin-off (Ableger) aus dieser SimonsVoss Technologies AG. Der Firmensitz war in Stuttgart (Baden-Württemberg), Forschung und Entwicklung liegt in Unterföhring (Bayern) und Produktion in Petersberg (Thüringen).
Mehrheitsgesellschafter war 2004 die SimonsVoss Beteiligungsverwaltungs GbR.
Die Landeskreditbank Baden-Württemberg war 2004 mit 25,1% beteiligt, zudem gab es noch diverse Kleininvestoren.
Der Geschäftszweck beinhaltet Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Sicherungssystemen für Schusswaffen (zivile und behördliche Anwendungen).
Die Produktlinien hießen Quicklock und Smart Gun.
2006 beschäftigte Armatix 8 Mitarbeiter.
Laut dem Bundesanzeiger wies Armatix zum 31. Dezember 2006 ein Eigenkapital von 33.600 EUR (Vorjahr 25.150 EUR) auf, bei 2.563.330 EUR (Vorjahr 49.850 EUR) Kapitalrücklagen.
Der Jahresfehlbetrag lag bei 1.175.308 EUR (Vorjahr 549.558 EUR).
Das buchmäßige Eigenkapital schoss von 0 EUR auf 865.369 EUR.
Im Jahr 2008 stieg der nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag auf 4.068.235 EUR (Vorjahr 874.561).
Der Jahresgewinn/-fehlbetrag betrug -3.193.674 EUR (Vorjahr 1.731.560 EUR).
Die Verbindlichkeiten lagen bei 6.559.796 EUR (Vorjahr 1.706.520)
Armatix wird aktuell von der Beteiligungsgesellschaft des Freistaats Thüringen bm|t
unterstützt.
———–

Im Jahr 2002 schaffte der mit der Biometrie-Industrie verbrüderte SPD-InnenministerSchily das „reine“ Erbenprivileg im Waffenrecht ab. Erbwaffen müssen seitdem mit einem zertifizierten mechanischen oder elektro-mechanischen Blockiersystem gesichert werden, das einem Angriff 30 Minuten widerstehen muss.

Erhalt des Erbenprivilegs wäre möglich gewesen

Nach Aussage eines Regierungsbeamten, wäre der Erhalt des „reinen“ Erbenprivilegs möglich gewesen. Die Fallzahlen der Erbwaffen waren bei Missbrauch auffällig niedrig.

Dies ist u.a. darin begründet, dass Erben keine Munition besitzen dürfen. Wie eine Blockierung, die lediglich 30 Minuten Widerstand leisten muss, einen Erben daran hindern sollte, diese in monatelangen Versuchen zu entfernen, erschließt sich wohl nur dem Gesetzgeber oder einem findigen Entwickler.

Während renommierte Waffenfirmen die Entwicklung dieser Blockierung schnell wieder aufgaben, stieg Bernd Dietel mit seiner Firma SimonsVoss/Armatix bereits 2002 in das Geschäft der drei Millionen Erbwaffen ein.

Hohe Förderung durch Landesinstitute

Gefördert und finanziert wurde das Projekt zunächst u.a. von der Landeskreditbank Baden-Württemberg, später und aktuell von der Beteiligungsgesellschaft des Freistaats Thüringen.

Dietels politische Kontakte im Bundesinnenministerium führten ihn bereits 2002 in die Waffenbranche ein. Armatix wurde nach 2004 Mitglied bei den Waffenlobbyisten VdB und FWR. Beide warben bis 2010 insbesondere für die Blockiersysteme von Armatix. Die damaligen Geschäftsführer des FWR gründeten 2004 eine Beratungsfirma für Sicherheitssysteme, die vermutlich Beraterhonorare von diversen Herstellern bekam, die dem FWR-Büro laut eigenen Angaben damals „die Türen einrannten“.

Laut Insiderangaben konnte Armatix jedoch bis 2010 weniger als 4000 Erbwaffen-Blockierungen verkaufen. Statt in teure Tresore und Blockiersysteme zu investieren, ließen viele Erben ihre Waffen lieber vernichten oder in Dekowaffen umbauen bzw. verschenkten oder verkauften sie.

Ausgaben von mehreren Millionen Euro müssen sich irgendwie rentieren. Daher entwickelte Armatix seine „Smart Gun“ mit Transponder-Technologie. Da einige amerikanischen Polizisten mit ihren eigenen Schusswaffen getötet wurden, glaubte Armatix an Chancen auf dem Behördenmarkt im In- und Ausland und schloss mit Heckler&Koch einen Lizenzvertrag. Doch zeigte bisher keine Behörde Interesse. Die Gefahr, dass Gegner die Elektronik so stören könnten, dass die Waffen der Polizisten oder Soldaten blockiert wären, wog schwerer als die Gefahr der missbräuchlichen Entwendung.

Über sechs Millionen Entwicklungs-, Werbungs- und Reisekosten ohne Chancen auf Absatzmärkte lautete Armatix‘ Bilanz zum Jahresende 2008.

Doch dann kam Winnenden

Ein neuer Hoffnungsschimmer: 10 Millionen private Jagd- und Sportwaffen müssen nur eine biometrische Zugangskontrolle bekommen, damit Armatix in die Gewinnzone klettern kann. Ein zweiter Hoffnungsschimmer: die Schweizer Waffeninitiative „Schutz vor Gewalt“. Auch in der Schweiz schlummern Millionen von Waffen.

Bestechung nachgewiesen

Die Bestechung des Schweizer Nationalrats Pius Segmüller, der zwei Motionen und die Waffeninitiative unterstützt hatte, ist aufgedeckt. Die Schweizer Landesregierung bezweifelt die Wirksamkeit elektronischer Sicherungssysteme.

Im März und April 2011 erschien in der Branchenzeitschrift „Waffenmarkt Intern“ ein Interview mit Herrn Dietl. Dort warb er für seine Sicherungssysteme als Alternative zu einem Waffenschrank. Im Mai 2011 konnte man in mehreren Internet-Blogs frisch angemeldete User treffen, die für die biometrischen Sicherheitssysteme von Armatix warben.

Anfang Juni findet man viele private Blogs, in denen die Worte „Deutschland“, „Sicherheit“ und „Armatix“ auftauchen – mit Link zum neuesten Werbevideo vom 24.05.2011.

Mögliche Bestechung auch in Deutschland?

In Deutschland gibt es medienwirksame Auftritte mit Politikern, die von der Armatix-Zusatzsicherung begeistert sind: einer Sicherung, die 2009 in zwei voneinander unabhängigen Tests unter notarieller Aufsicht (ZDF und VISIER) innerhalb von wenigen Minuten geknackt wurde. Noch im Februar 2011 warb das Amokbündnis Amoklauf Winnenden (AAW) für deren gesetzliche Pflicht. Bernd Dietel hatte 2009 dem Bündnis 10.000 € gespendet, sich jedoch laut eigenen Angaben vom AAW getrennt.

Der ehemalige Innenminister Brandenburgs Jörg Schönbohm wirbt im neuen Werbevideo für Armatix. Laut Information eines ehemaligen Armatix-Mitarbeiters bezog Herrn Schönbohms Berliner Firma SC3 Consulting ein fünfstelliges Beraterhonorar.

Im Juni 2011 steht im rot-grünen Koalitionsvertrag der Bremer (auf Seite 94): „Darüber hinaus werden wir zur effektiveren Sicherung von Sport- und anderen privaten legalen Waffen eine Initiative ergreifen „endlich die technisch bereits ausgereifte digitale Sicherung von Waffen auf dem Verordnungs- und Gesetzeswege mit der manuellen Sicherung, zum Beispiel durch Waffenschränke, gleichzustellen.“

Kommt Herr Dietl endlich in die Gewinnzone oder wachen die deutschen Politiker auf und nehmen sich ein Beispiel an den Schweizern?

Links und Details zur Quellenforschung findet man hier zum Weiterlesen.

Legalwaffenbesitz kriminalistisch irrelevant

Von , 11. Juni 2011 21:52

Von Beate Meier-Kühne
Jagdwaffennetzwerk

Die idyllische südbadische Kleinstadt Lörrach mit nicht einmal 50.000 Einwohnern ist erneut Ort einer Beziehungstat mit mehreren Toten geworden. Natürlich ist dieses Verbrechen zunächst Anlass, inne zu halten, der Toten und Verletzten und ihrer Angehörigen zu gedenken und zu trauern. Aber – und das ist im Interesse aller Verbrechensopfer – es muss auch darüber nachgedacht werden, was man tun kann, um ähnliche Taten zu vermeiden. Dazu gehört es zwingend auch, Irrwege in der Verbrechensbekämpfung zu identifizieren und beim Namen zu nennen, wie z.B. die Forderung nach Legalwaffenverboten – egal welche Lobby und welche öffentliche Meinung dem entgegenstehen mag.

Wir erinnern uns: Vor einigen Monaten wurde Lörrach, die friedliche Kleinstadt im Dreiländereck von einer Bluttat, einem schweren Beziehungsverbrechen, heimgesucht. Eine verzweifelte Frau erstickte ihren Sohn und tötete Unbeteiligte mit einem Messer und Kleinkaliberwaffen. Sie wurde von der Polizei schließlich mit 17 Schüssen getötet.
Reflexartig meldeten sich die Gegner des legalen Waffenbesitzes zu Wort – in der Regel ohne einen größeren Zugang zu den Hintergründen dieses Verbrechens oder größere Einblicke in die Kriminalitätsentwicklung allgemein zu haben. Trotz der Unterschiedlichkeit der Taten in Winnenden und Lörrach konnte z.B. das so genannte Aktionsbündnis Winnenden mit Kommentaren und Forderungen aufwarten.

Wir kennen sie alle, die Beiträge in der Zeitung „Die Zeit“, die Kommentare und Forderungen des sogenannten Aktionsbündnisses oder der Gruppe „Mordwaffen“ und anderer und die Verlautbarungen der Mini-Gewerkschaft Bund Deutscher Kriminalbeamter. Meiner ganz persönlichen Meinung nach tragen diese Kommentare nicht dazu bei, dass Deutschland sicherer wird. Und meiner Meinung nach kann grundsätzlich auf Ideologie und persönlicher Trauerarbeit und Konfliktbewältigung keine faire und sachliche Diskussion basieren.

Die kriminalistische Erkenntnis, dass für eine Beziehungstat das Tatmittel nicht entscheidend ist, ging in dem medialen Feuerwerk zu Lörrach unter. Ähnlich wie zuvor in Winnenden. Das letzte private Bild aus dem Tatumfeld, die unwichtigste „Zeugenaussage“ irgendeines Anwohners, der drittklassigste „Experte“ – ein Riesenaufgebot widmete sich der „Berichterstattung“. Welche andere Aufgabe als Gewinnmaximierung durch höhere Auflagen und bessere Einschaltquoten haben viele Medien eigentlich damals wieder einmal verfolgt?

Inzwischen gibt es in Baden Württemberg eine grün-rote Regierung. Es gibt einen Koalitionsvertrag, der dieser Regierung zugrunde liegt, in dem u.a. das Verbot des legalen Privatwaffenbesitzes als ein langfristiges Ziel verstanden werden muss. Eine andere als eine ideologische Begründung dafür kann ich nicht entdecken. Es wird auch nicht der Versuch unternommen, eine fundierte Begründung für weitere Restriktionen zu finden. Ich glaube übrigens auch nicht, dass eine solche existiert.

Es besteht auch kein Widerspruch dazu, dass der neue Ministerpräsident Kleinkaliberschütze und Mitglied in einem Schützenverein ist und trotzdem diesen Koalitionsvertrag mitverantwortet. In Baden-Württemberg kann man nicht mit früheren Mitgliedschaften beim Bund Westdeutscher Kommunisten oder als ehemaliger „Streetfighter“ in einem schönen Armani-Anzug glänzen. Ich habe lange in Baden-Württemberg gelebt und sogar dort meinen Jagdschein gemacht und als Sportschützin trainiert.
Es ist meine Überzeugung: Man kann gerade in diesem Bundesland nicht reüssieren, wenn man sich übermäßig konfrontativ gibt, noch nicht einmal gegen die Legalwaffenbesitzer. Man kann allerdings vermutlich bieder und doch „irgendwie konservativ“ wirken und gleichzeitig einen langfristigen Masterplan „Abschaffung des Legalwaffenbesitzes“ verfolgen.

Da kommen einem Claqueure zu Pass, die abwiegeln und beschwichtigen und auch auf den ein oder anderen vorschriftsmäßig bieder wirken. Und auch der Kotau, der für mich darin liegt, daß die baden-württembergische „Landesschützenobermeisterin“ (was für ein Titel) vor kurzem den kleinkaliberschießenden Ministerpräsidenten in Schutz nahm, Kontrollen rechtfertigte und das Tun unserer aktivsten Interessenvertreter als aggressiv brandmarkte.
Zivilcourage spricht meiner Meinung nach nun nicht aus diesen Worten. Ich glaube eher Angst zu entdecken. Angst, dass die eigene kleine Nische, die schönen dunkelgrünen Uniformen und die ganze schöne bierselige Geselligkeit leiden. Angst aber, war noch nie ein guter Ratgeber, da stimme ich Friedrich dem Großen zu. Und ich selbst als berufstätige Hausfrau und Mutter sage Ihnen, meine Dame, eine Vorbildfunktion für unsere jungen Menschen haben Sie für mich damit nicht übernommen. Geselligkeit und Klönen am Schützenfest waren es nicht, die unsere Vorfahren antrieben, in der schwierigen deutschen Geschichte auch gegen staatliche Willkür und trotz Verbot und Gleichschaltung das deutsche Schützenwesen zu gründen, zu verteidigen und zu bewahren.

Mit Recht hat sich zuletzt auch vermehrt bundesweit Widerstand dagegen geregt, als Sammler, Jäger oder Sportler von einigen Journalisten und Interessengruppen (wobei mir die eigentlichen Interessen mancher Gruppe nicht immer klar sind – man hört so vieles, was den Verdacht auf ökonomische Ziele lenkt) und leider auch dem ein oder anderen Kirchenvertreter in einen Generalverdacht und eine Sippenhaft genommen zu werden. Die Menschen in Deutschland lassen sich immer weniger von scheinbaren Autoritäten bevormunden, marginalisieren, verdächtigen und in Haft nehmen (weder im übertragenen Sinne, noch wörtlich).

Viele Menschen haben mir nach meinem Offenen Brief an das Aktionsbündnis geschrieben, völlig Unbekannte haben mir ihre freundliche Unterstützung angeboten, meinen Brief weitergeschickt, ausgedruckt und ausgehängt, publiziert und verteilt. Nein, das geschah nicht wegen meines Briefes an sich. Andere hätten das besser formulieren können. Ich bin keine Frau der Worte. Das geschah, weil sein Inhalt der Inhalt vieler von uns ist, die wir unbescholtene Sammler, Jäger oder Sportschützen sind, die wir unserer Arbeit täglich nachgehen und gleichzeitig unseren Haushalt ordentlich halten und vor allem verantwortungsvolle Staatsbürger und Steuerzahler und Mütter und Väter sind.
Als meine Diktion in einigen kleineren Medien als „forsch“ und „aggressiv“ abqualifiziert wurde, habe ich nochmals viel, viel Zuspruch erhalten. Immer noch wird der Brief übrigens von über hundert Menschen pro Woche gelesen – allein im JagdWaffenNetz (dem ich für seinen unbeirrten Kurs danke).

Jetzt stehen wir in Lörrach erneut fassungslos vor einer Beziehungstat, einem schweren Gewaltverbrechen mit drei Toten und einer Schwerverletzten. Aber nein, der Täter war kein Sportschütze, kein Jäger, kein Waffensammler. Und abermals nein, er hat eine Stichwaffe und stumpfe Schlagwaffen und seine bloße Kraft benutzt. Keine Schusswaffe. Das Bild, das die Zeitungen eifrig beschreiben, soll schrecklich ausgesehen haben: Überall Blut. Nächtliche Schreie. Verstörte Anwohner. Fassungslosigkeit.

Es macht mich krank, die eine oder andere Berichterstattung zu verfolgen. Ich will mir nicht im Einzelnen vorstellen müssen, wie der Tatort ausgesehen hat. Zum Glück wird diese Berichterstattung nicht lange anhalten. Nicht aus Pietät, sondern weil eine solche Tat ohne Schusswaffen, ohne die bekannten Testimonials, ohne politische Forderungen, ohne Ideologie für die Medien nicht „sexy“ ist.
Aber es macht mich noch mehr krank, zu sehen, wie bewiesenermaßen sinnlos, ja kontraproduktiv (weil die wahren Probleme ausblendend) die Patentlösungen all der Legalwaffenfeinde ist und wie wenig Schneid sie zeigen, den eigenen Irrtum von der sichereren Welt ohne Schusswaffen einzugestehen. Jetzt wäre die Gelegenheit zur Umkehr: Wenige hundert Meter vom Ort der ersten Bluttat gibt es eine zweite, deren Motivation und Konstellation ganz ähnlich ist. Wie egal ist es beiden Tätern wohl gewesen, welche Waffe sie verwenden oder ob sie überhaupt eine Waffe verwenden? Glauben Sie nicht, dass Menschen, die mit dem Leben abgeschlossen haben, genau so gut Brandbeschleuniger, den es in jedem Supermarkt gibt, oder einen selbstgemachten Sprengstoff oder auf Messer, Schraubenzieher, Beile, Chemikalien, wie ich sie in meinem Putzschrank habe, oder auch ihre bloßen Hände zurückgreifen?

Solche Schlüsselerlebnisse gibt es jährlich leider Dutzende: Die inzwischen regelmäßigen willkürlich schwer verletzten U-Bahn-Opfer in Großstädten, die zusammengeschlagenen Bus- und Straßenbahnfahrer (nicht nur in Großstädten, sondern sogar in unserem kleinen Ort), der zuletzt an einer Hauptschule in Nordrhein Westfalen totgeschlagene 14-jährige Junge (er hatte versehentlich einen anderen angerempelt) und all die Kinder und Jugendlichen, die mit Angst zur Schule gehen müssen. Das alles macht mich nicht nur betroffen, sondern es macht mich auch wütend. Wütend auf die Täter, wütend auf das Unvermögen der Verantwortlichen, diese Menschen zu schützen, die sich ihnen als Fahrgäste, Schüler oder Staatsbürger anvertraut haben und wütend auf all die, die mit der Scheinlösung nach Waffenverboten nichts anderes erreichen, als ideologische Forderungen geschickt zu platzieren. Sie werden damit nicht durchkommen!

Politiker und andere Verbrecher

Von , 2. Juni 2011 08:18

Artikel von Hilger Greve
http://apolitisch.wordpress.com/

Hätten Sie Angst in einer Stadt wie Berlin U-Bahn zu fahren? Damit wären Sie nicht allein und Günde hätten Sie allemal. Anfang dieses Jahres sind auf dem Berliner U-Bahnhof Lichtenberg zwei Maler, auf dem Weg in den Feierabend, von einer Gruppe Jugendlicher brutal zusammengeschlagen worden. Der Vorfall zog die Aufmerksamkeit von Politik und Medien auf sich und es wurde wieder mal diskutiert, wie man der zunehmenden Jugendgewalt beikommen kann. Denn der altbekannte Reflex der Politik, nun die Installation von noch mehr Überwachungstechnik zu fordern, wäre fehl am Platz gewesen. Die Tat wurde von einer Überwachungskamera aufgenommen, die Täter ruckzuck überführt und das Video war schneller auf Youtube, als Sie Migrantengewalt buchstabieren können. Allein genutzt hat es den beiden Malern nicht. Die Politik musste kreativer werden, also diskutierte man in Folge den Warnschussarrest, forderte mehr Streetworker, erfand den Kiezwalker und so weiter.

Dabei hätte man aus dem Vorfall viel lernen können. Während der Maler Marcel R. wochenlang mit Hirnblutungen im Koma lag, hatte Steffen O. mehr Glück. Er konnte zunächst fliehen doch die Täter verfolgten ihn. Als sie ihn gestellt hatten – er lag bereits wieder am Boden – mischte sich ein Passant ein. Michael M., Mitglied des Rockerclubs Bandidos, schritt ein und als die halbstarken Missetäter nicht von ihrem Opfer abließen, griff er mit der rechten Hand in seine Lederjacke. Die Täter ergriffen die Flucht. Ob er eine Handfeuerwaffe hat aufblitzen lassen oder ob der bloße Griff eines Bandidos in seine Jacke reichte um die Delinquenten zu vertreiben, ist nicht überliefert.

Was können wir daraus lernen? Erstens: Schusswaffen können Straftaten verhindern. Zweitens: Es muss dabei nicht einmal ein Schuss fallen, die bloße Anwesenheit, gar der bloße Glaube an die Anwesenheit einer Waffe kann ausreichen. Drittens: Schusswaffen können Menschen bestärken zivilcouragiert zu handeln. Nun, es gibt auch gewichtige Gründe gegen einen privaten Waffenbesitz; diese wird Ihnen jeder durchschnittliche Deutsche mantraartig herunterbeten, schneiden Sie dieses Thema auch nur an. Möchte man eine differenzierte Debatte über dieses Thema verfolgen, muss man einmal mehr über den großen Teich schauen.

In den USA garantiert der zweite Verfassungszusatz den Besitz von Schusswaffen. Kurz und knapp ist dort zu lesen: „Da eine wohl organisierte Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.“ Das sagt das Bundesrecht und die Bundesstaaten, ja sogar einzelne Gemeinden, können abweichende Regelungen erlassen. Alaska, Arizona und Vermont haben ein liberales Waffenrecht. Wyoming hat erst kürzlicht den zweiten Verfassungszusatz bestätigt und in sechs weiteren Bundesstaaten laufen entsprechende Gesetzes-Initiativen. Die 210 Seelen Gemeinde Geuda Springs in Kansas, verpflichtet die Bürger gar zum Besitz einer Schusswaffe nebst Munition.

Was für uns wie Politik von einem anderen Stern klingt, folgt einer simplen Logik: More Guns, less crime. Oder wie es ein Ratsmitglied von Geuda Springs schlicht formuliert: „Wenn jeder bewaffnet ist, kommen die bösen Jungs erst gar nicht zu uns“. Die jüngste amerikanische Liberalisierungswelle des Waffenrechts ist die Folge einer Debatte, die durch verschiedene – mit Schusswaffen (!) – verübte Bluttaten ausgelöst wurde. Die letzte davon war der Amoklauf des 22-jährigen Jared-Lee Loughner in einem Einkaufszentrum in Tucson (Arizona), bei dem sechs Menschen gestorben sind und die demokratische Politikerin Gabrielle Giffords schwer verletzt worden war.

Diese grausamen Straftaten wurden fast ausschließlich in den so genannten „Gun free Zones“ verübt, was auch logisch erscheint, da diese Taten meist kühlen Kopfes im Voraus geplant werden; oder würden Sie einen Amoklauf ausgerechnet dort planen, wo zu erwarten ist, dass bewaffnete Bürger Ihnen den Garaus machen, bevor Sie Ihr grausames Plansoll erfüllt haben? Genau hier setzt die Argumentation Waffenbefürworter an: Ihrer Logik entsprechend können bewaffnete Bürger das Schlimmste verhindern.

Als Belege hierfür gelten den Vertretern des liberalen Waffenrechts zwei Vorfälle: Der Amoklauf Virginia Tech State University mit 33 Toten und 25 Verletzten, sowie der Amoklauf an der Appalachian School of Law mit je drei Toten und Verletzten. Im Gegensatz zum ersten Vorfall, wurde an der Appalachian School der Amokläufer von zwei Studenten gestoppt, die ihre privaten Schusswaffen aus ihrem Auto holten und den Amokläufer zur Aufgabe zwangen.

Die Argumentation der Gegner des liberalen Waffenrechts steht im Wesentlichen auf zwei Säulen: Erstens: Man kann sich auch mit nicht tödlichen, legalen Waffen verteidigen. Und Zweitens: Wenn es generell verboten ist Waffen zu erwerben, wird es auch weniger Leute geben die das Risiko und die Anstrengung auf sich nehmen, dies trotzdem zu tun. Nur diese Argumente greifen hier nicht. Ein Amokläufer der bereit ist seinen eigenen Tod in Kauf zu nehmen, wird wohl auch keine Skrupel haben und keine Anstrengung scheuen, eine Waffe illegal zu erwerben. Und genauso wenig ist vorstellbar, dass die beiden bewaffneten Studenten ihren amoklaufenden Ex-Kommilitonen mit Pfefferspray hätten aufhalten können.

Ein Grund warum die Amerikaner so vehement auf ihr Recht auf freien Waffenbesitz pochen wird selten genannt. Kürzlich sah ich eine Dokumentation im deutschen Staatsfunk, die das amerikanische Waffenrecht, natürlich kritisch, beleuchten sollte. Dort wurde ein Dorf-Sheriff interviewt, der wohl als Stereotyp für die amerikanische Cowboymentalität herhalten sollte. Er sagte etwas ganz bemerkenswertes. Ein gut bewaffneter Bürger hält die Politiker davon ab zu tun und lassen was sie wollen. Dabei zeigte er auf seinen Colt. In dieselbe Kerbe schlägt auch der österreichische Verfechter liberaler Waffenpolitik, Andreas Tögel. Er hält es mit Max Weber, der in seinem Aufsatz „Politik als Beruf“ die amerikanische „vox populi“ mit der Feststellung zitiert, „dass der selbstbewusste US-Bürger es vorziehe, sich eine Klasse von Beamten zu halten, auf die er spuckt. Die Europäer bevorzugten dagegen solche, die auf die Bürger spucken.“

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