Monopol, Gewaltmonopol, Waffenmonopol und Meinungsmonopol..

Kommentare Kommentare deaktiviert für Monopol, Gewaltmonopol, Waffenmonopol und Meinungsmonopol..
Von , 30. September 2011 04:56

Immer öfters musste ich bei verschiedenen Diskussionen mit dem Thema der Liberalisierung des Waffenrechtes erleben das bei bestimmten untergeordneten Themen den Gegnern einer Liberalisierung sehr schnell die Argumente ausgehen und dann, um das Heft in der Hand behalten zu können, mit Fachwörtern um sich geschmissen wird.
Oft passiert das wenn es um die Selbstverteidigung mit Waffen geht.
Ich erlebe dann das in der Debatte ein Liberalisierungsgegner einen Befürworter damit versucht zu erschlagen indem er ihm unterstellt er würde das Gewaltmonopol des Staates abschaffen wollen.

Nur.. was genau ist das staatliche Gewaltmonopol?
Fragt man Wiki, dann erhält man als Antwort (zusammengefasst) dies:

Das staatliche Gewaltmonopol ist der Verzicht der Bürger eines Staates das Recht und deren Durchsetzung in die eigene Hand zu nehmen. Der Bürger übergibt die Verantwortung zur Rechtsprechung und die Vollstreckung der Urteile an die Obrigkeit (dem Staat). Der Staat wiederum delegiert diese Gewalt innerhalb einer Staatsordnung mit Gewaltenteilung (Exekutive, Legislative, Judikative) an die Justiz und die Polizei.

Die Justiz also besitzt durch das staatliche Gewaltmonopol das alleinige Monopol auf die Rechtsprechung und die Vollstreckung der gesprochenen Urteile.
Und Recht wird immer erst dann gesprochen wenn gegen ein (Straf)Gesetz verstoßen wurde. Wäre ja auch unsinnig eine Haftstrafe auszusprechen wenn der Beklagte keine Tat begangen hat.

Wie also gefährdet ein Liberales Waffengesetz das staatliche Gewaltmonopol?
So wie es aussieht haben beide Sachen nichts miteinander zu tun.
Weiter gefragt: In wie weit schützt mich das staatliche Gewaltmonopol vor den Gefahren die von Kriminellen ausgehen?
Das die Polizei zu unserem Schutz da ist, das kann und will ich nicht bestreiten.
Aber: Kann die Polizei immer und überall den Schutz jedes Bürgers dieses Landes garantieren?
Nein!
Und das wussten schon die Gründerväter unserer Gesetzbücher.
Daher haben sie im Bürgerlichen Gesetzbuch, im Strafgesetzbuch und in der Strafprozessordnung die Ausnahmerechte formuliert, die jedem Bewohner in diesem Staat zustehen. (Notwehr/Nothilfe (§227 BGB / §32 StGB), Selbsthilfe (§229 BGB), Selbsthilfe des Besitzers (§859 BGB), Defensiver Notstand (§228 BGB), Aggressiver Notstand (§904 BGB), Rechtfertigender Notstand (§34 StGB), Entschuldigender Notstand (§35 StGB), Vorläufige Festnahme (§127 Abs. 1 StPO))
Diese Ausnahmerechte gewähren jeden, der sich in diesem Staat aufhält, unter bestimmten engen gesetzlichen Voraussetzungen das Recht zu gegen Jemanden oder einer Sache Gewalt anzuwenden um seine oder fremde Rechtsgüter zu schützen oder einen eigenen Schadensersatzanspruch geltend zu machen. Man macht sich in einigen Fällen sogar selbst strafbar, wenn man diese Ausnahmerechte nicht anwendet, und zwar bei unterlassener Hilfeleistung (§323c StGB).

Als ich meinen Lehrgang für die Prüfung zum Bewachungsgewerbe besucht habe war ich überrascht wie viele Gesetzte es in diesem Land gibt die einem die Anwendung von Gewalt zur Durchsetzung seiner Rechte erlauben.
Wird deswegen das staatliche Gewaltmonopol in Frage gestellt?
Nein!
Denn jedes mal, wenn man zu diesen Ausnahmerechten gegriffen hat, muss die Obrigkeit (Polizei, Gericht) angerufen werden, damit diese prüft ob man mit seinen Aktionen im Recht war oder ob die Ausnahmehandlungen außerhalb des gesetzlichen Rahmen lagen.

Und immer noch stellt sich die Frage:
Wo wird das staatliche Gewaltmonopol von einem liberalisierten Waffengesetz abgeschafft?
Das Waffengesetz regelt nur den Umgang mit dem Besitz von Waffen und Munition, wie diese vom Besitzer zu verwahren und zu transportieren sind, welche Bedingungen an der Erteilung einer Besitzerlaubnis geknüpft sind usw. und vor allem, welche Waffen man nicht besitzen darf.
Und genau da liegt der „Casus Cnactus“ wie wir hier in meiner Region zu sagen pflegen.
Der Gesetzestreue Mensch auf der Straße wird per Waffengesetz entwaffnet (sind doch schon Brotmesser in einem Picknickkorb eine Ordnungswidrigkeit nach dem Waffengesetz), während sich der Kriminelle, der bei einem Überfall schon gegen Gesetze verstößt, nicht auch noch um das Waffengesetz kümmert und dementsprechend bewaffnet ist.
Der Kriminelle ist der einzige der in diesem Fall ein Monopol besitzt, und zwar das Waffenmonopol.
Und jede weitere Verschärfung des Waffengesetz stärkt das Waffenmonopol der Kriminellen, weiß er doch das seine Opfer per Gesetz wehrlos gemacht wurden.

Wenn wir also eine Liberalisierung des Waffenrecht wünschen, dann ist es schon richtig das wir ein Monopol abschaffen wollen.
Aber uns geht es nicht um das staatliche Gewaltmonopol.
Wir wollen damit das Waffenmonopol der Kriminellen abschaffen!

Under New Management…

Kommentare Kommentare deaktiviert für Under New Management…
Von , 19. September 2011 10:51

Dann möchte ich mich mal vorstellen..
Tach.. ich bin der Neue und bin jetzt öfters hier… smilie_frech_053.gif

Jetzt wissen alle Bescheid und wir können nach Hause gehen….
Nein, es geht auch ausführlicher.

Also, mein Name ist, wie mein Vorgänger schon sagte, Nico Catalano. Ich wurde gefragt ob ich diese Webseite mitsamt der Domain übernehmen und weiter führen wollte, da Gerhard aufgrund einer Mischung von privaten und beruflichen Gründen nicht mehr in der Lage war sich dieser Seite in dem Umfang zu widmen den so eine Webpräsenz benötigt.

Nach kurzem überlegen habe ich mich dann dafür entschieden. Die Übernahme des Hosting-Vertrages mitsamt der Domain ging schneller und reibungsloser über die Bühne als Gerhard und ich es gedacht hatten, aber hier bin ich jetzt.

Zu meiner Person: Ich bin Jahrgang 1973, Sternzeichen Krebs, verheiratet, zwei Kinder, arbeite beim größten Deutschen Zementhersteller im Schichtdienst und bin Sportschütze. Wobei mein Werdegang zum Sportschützen ziemlich ungewöhnlich sein dürfte. Ursprünglich habe ich zuerst Paintball gespielt. Dort schon musste ich mich mit den Restriktionen des Waffengesetz auseinander setzen.
Aber aufgrund der Tatsache das ich große Strecken in Kauf nehmen musste um mit meinem Team auf vernünftigen Feldern regelmäßig spielen zu können, musste ich dieses Hobby aus Zeitmangel an den Nagel hängen.
Jetzt werden sich einige bestimmt fragen wie ich zum Sportschießen gekommen bin.
Nun, ich hatte beim Paintball das bestreben meine Schüsse möglichst genau zu platzieren. Im Grunde wurde mir dieser Ehrgeiz schon von meinen Schießausbildern beim Bund eingetrichtert. Ich hatte was dagegen wild um mich schießend über ein Spielfeld zu laufen und auf Zufallstreffer zu hoffen.
Bei genaueren Überlegungen von meiner Seite, was mich am Schießen allgemein so reizt, stellte ich für mich fest, das es mir neben dem Schießen an sich auch darum geht möglichst genau zu schießen. Ich hatte also den Reiz des gezielten Schuss für mich entdeckt. Einen Reiz, den jeder Sportschütze sicherlich kennt und ihn/sie antreibt.
Es kam wie es kam, ich suchte mir einen Verein in meiner Nähe in dem man ohne Probleme großkalibrige Lang- und Kurzwaffen schießen kann und bin beigetreten.

Sehr schnell musste ich aber auch als Sportschütze fest stellen:

Die Politik will uns Sportschützen, Jäger und Waffensammler ans Leder.

Mir war vom ersten Tag meines Dasein als Sportschütze klar das ich mir ein liberaleres Waffengesetz wünsche. Das und unzählige Diskussionen zum Waffenrecht im Privaten und im Internet führten dann dazu das man mir die Übernahme dieser Domain angeboten hat.
In der nächsten Zeit werde ich mit allen, die bisher mit Gerhard zusammen gearbeitet haben und hier Namentlich erwähnt sind, in Verbindung setzen . Bitte habt Verständnis das es etwas dauern kann.

Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal für das Vertrauen bedanken, das mir Gerhard entgegen bringt. Gleichzeitig möchte ich mich bei ihm im Namen aller Legalen Waffenbesitz, die sich ein liberales Waffengesetz wünschen und dafür einsetzen, vom ganzen Herzen für seine bisher geleistete Arbeit bedanken. 

Für Anregungen und Informationen bin ich dankbar.

Kontakt kann hergestellt werden über: post[äd]liberales-waffenrecht.de

Euer Nico Catalano

*Edit*
Jetzt mit Newsletter
[wpfes_opt_in_form]

Umbauarbeiten beendet !

Kommentare Kommentare deaktiviert für Umbauarbeiten beendet !
Von , 16. September 2011 00:09

Seit heute gibt es einen neuen Admin und Inhaber dieser Netzseite.

Meine Arbeit ist getan.
Seit Mitte April wurde Liberales-Waffenrecht von mir mit lesenswerten, meinungsbildenden Artikeln und Aufsätzen von verschiedenen Autoren denen ein liberales Waffenrecht am Herzen liegt aufgebaut.
Mein Dank an die Autoren: Katja Triebel, Lutz Möller, Michael Kuhn, Sven Dahl, Georg Zakrajsek, M. Reppenhagen, Markus Präg, Eva Ziessler, Hilger Greve, H. Werner, Beate Meier-Kühne …………hoffentlich wurde niemand vergessen.
Danke an Olek Volk, der für dieses Projekt seine außergewöhnlichen Fotos zur Verfügung stellt.
Danke an die vielen Ungenannten, die mich mit Hinweisen und anderen Dingen beim Aufbau unterstützt haben.
Danke an die vielen Kommentatoren…..Sorry, aber Eure Kommentare sind beim Umbau verloren gegangen. Ich hoffe Ihr werdet trotzdem weiter schreiben.
Und mein ganz besonderer Dank gilt all Denjenigen, die diese Netzseite von ihren Seiten verlinken. Denn ohne euch wäre diese Seite, nicht die bekannteste Waffenrechtsseite im deutschsprachigen Raum geworden.

Der neue Admin heißt Nico und wird Euch in Zukunft mit informativem Wissen und aufregenden Artikeln, rund ums` Waffenrecht weiter beglücken.
Dazu wünsche ich Dir lieber Nico viel Erfolg und die weitere Unterstützung der oben Genannten.

.

Waffengegner

Von , 8. September 2011 23:59

Von Sarah Thompson
http://www.iwoe.at/

Wüten gegen Selbstverteidigung
Ein Psychiater untersucht die Waffen-Weg Mentalität.

 

„Man braucht keine Schusswaffe; die Polizei wird einen schützen“

„Wenn die Leute Schusswaffen führen, wird es Schießereien über Parkplätze und Fußballspiel geben“

„Ich bin ein Pazifist. Erleuchtete, spirituell wache Menschen sollten keine Schusswaffen besitzen“

„Ich würde lieber vergewaltigt werden, als dass so ein Rambotyp mich zu retten versucht“

Wie oft haben Sie solche Aussagen von fehlgeleiteten Befürwortern der Opferentwaffnung gehört, oder von völlig uninformierten Verwandten und Nachbarn? Warum halten Menschen an diesen Glaubenssätzen so fest, trotz unwiderlegbarer Beweise, dass diese falsch sind? Warum werden sie so unglaublich wütend, wenn Besitzer legaler Waffen darauf hinweise, dass diese Aussagen inhaltlich und logisch falsch sind?

Wie kann man mit diesen Leuten effektiv kommunizieren, die so realitätsfremd und irrational erscheinen?

Eine Möglichkeit mit Waffengegnern umzugehen ist es, ihre psychologischen Prozesse zu verstehen. Wenn man versteht, warum diese Menschen sich so irrational verhalten, kann man besser mit ihnen kommunizieren.

Psychologische Verteidigungsmechanismen

Projektion

Vor einem Jahr erhielt ich eine E-mail.
Der Autor, der anonym bleiben wollte, behauptete, dass niemand das Recht habe, Waffen zu tragen, weil er selbst nicht zum Opfer einer seiner Nachbarn werden wollte, der vielleicht einen „schlechten Tag“ erwischt hätte. (ich weiß nicht, ob diese Person männlich ist, nehme es aber der Einfachheit halber einmal an). Ich stellte die Gegenfrage, warum er denn meine, seine Nachbarn würden ihn ermorden wollen, und erhielt natürlich keine Antwort. In Wirklichkeit ist es wahrscheinlicher, dass er von einem Nachbarn ermordet würde, der keine legale Waffe besitzt und noch wahrscheinlicher, dass er irrtümlich von einem Polizisten erschossen würde.

Woher „weiß“ den mein Korrespondent, dass seine Nachbarn ihn ermorden würden, wenn sie Schusswaffen hätten? Er weiß es eben nicht. Was er tatsächlich ausdrückt ist, dass wenn er eine Waffe hätte, könnte er an einem schlechten Tag seine Nachbarn ermorden, oder falls sie seinen Parkplatz besetzen, oder ihre Musikanlage zu laut aufdrehen. Das ist ein Beispiel für das, was Fachleute für psychische Gesundheit „Projektion“ nennen – unbewusst die eigenen inakzeptablen Gefühle auf andere Menschen zu projizieren, sodass man selbst nicht dafür verantwortlich zu sein braucht. Gelegentlich werden diese unerträglichen Gefühle nicht auf Personen, sondern auf unbelebte Gegenstände, beispielsweise Schusswaffen projiziert, sodass der Projektor glaubt, die Waffe selbst würde ihn ermorden.

Projektion ist ein psychischer Verteidigungsmechanismus. Das sind unbewusste psychologische Vorgänge, die uns vor Gefühlen schützen, die wir nicht bewusst akzeptieren können. Sie funktionieren unterbewusst, damit wir nicht bewusst mit „verbotenen“ Gefühlen und Impulsen umgehen müssen. Würde man meinen E-mail Schreiber fragen, ob er denn wirklich seine Nachbarn ermorden wolle, so würde er dies heftig verneinen, und stattdessen behaupten, seine Nachbarn würden ihm nach dem Leben trachten.

Projektion ist ein besonders tückischer Mechanismus, weil er nicht nur verhindert, dass ein Mensch mit seinen eigenen Gefühlen umgehen muss, sondern auch eine Welt schafft, in der er glaubt, alle Menschen würden seine negativen Gefühle an ihn zurückleiten.

Alle Menschen haben gewalttätige, sogar mörderische Impulse. Es ist nicht ungewöhnlich, Sätze wie „Ich bring‘ meinen Chef um“ oder „mach‘ das nochmal und ich bring‘ Dich um“ zu hören. Das bedeutet nicht, dass diese Menschen jemand töten würden oder könnten; sie drücken damit bloß ihren Ärger und ihre Frustration aus. Wir alle empfinden Angst, Hilflosigkeit und Verletzlichkeit. Die meisten Menschen können die Gefühle von Zorn, Angst, Frustration, Neid usw. zugeben, ohne darauf ungeeignet oder destruktiv zu reagieren.

Manche Menschen können jedoch nicht bewusst zugeben, dass sie solche „inakzeptablen“ Gefühle haben. Sie mögen überdurchschnittlich starken Zorn, Frust oder Angst haben. Vielleicht befürchten sie auch, wenn sie diese Gefühle zugeben, so könnten sie die Kontrolle verlieren und tatsächlich jemandem wehtun. Sie könnten auch glauben, dass „gute Menschen“ solche Gefühle nicht haben, obwohl tatsächlich alle Menschen diese empfinden.

Das gilt besonders heute, wo sogenannte „Erziehungsexperten“ Kindern grundsätzlich verbieten, negative Emotionen oder Aggression auszudrücken. Anstatt zu lernen, dass diese Gefühle ganz normal sind und bloß das destruktive Verhalten beherrscht werden muss, lernen Kinder nun, dass solche Gefühle böse, gefährlich und mit schwerer Strafe bedroht sind. Um sich nun vor dem „Böse sein“ zu schützen, werden sie gezwungen, psychische Verteidigungsmechanismen einzusetzen, damit sie ihre eigenen normalen Gefühle nicht besitzen müssen. Unglücklicherweise kann die unangebrachte Verwendung dieser Mechanismen die psychische Gesundheit beeinträchtigen; Kinder müssen lernen, mit der Realität umzugehen, nicht wie man sie vermeidet.

(Diese Diskussion der psychischen Mechanismen bezieht sich auf die durchschnittlichen Personen, die nicht oder falsch informiert sind bezüglich Schusswaffen und Selbstverteidigung. Sie trifft nicht auf den Anti-Waffen Ideologen zu. Fanatiker kennen die Tatsachen und propagieren die Opfer-entwaffung ganz bewusst und absichtlich um der politischen Macht willen. Diese psychologische Analyse trifft nicht auf solche zu.)

Verneinung

Ein anderer häufig benutzter Verteidigungsmechanismus ist die Verneinung. Verneinung ist die Weigerung, den Tatsachen ins Auge zu schauen. Zum Beispiel die Ehefrau, deren Mann beginnt, spät nach Hause zu kommen, fremdes Parfum an den Kleidern hat, und auf dessen Kreditkartenabrechnung Blumen und Schmuck auftauchen. Sie könnte ziemlich wütend auf eine wohlmeinende Freundin werden, die andeutet, dass ihr Mann eine Affäre haben könnte. Die Realität ist augenscheinlich, aber die betrogene Ehefrau ist durch die Untreue ihres Mannes so bedroht, dass sie diese nicht akzeptieren kann und deshalb ihre Existenz verneint.

Waffengegner handeln genauso. Es ist offensichtlich, dass wir in einer gefährlichen Gesellschaft leben, wo Kriminelle unschuldige Opfer angreifen. Beinahe jeder kennt jemanden oder ist selbst einmal zum Opfer geworden. Ebenso offensichtlich ist, dass die Polizei nicht jeden Menschen überall und 24 Stunden am Tag beschützen kann. Umfangreiche Studien zeigen, dass die Polizei nicht gesetzlich gezwungen ist, einzelne Menschen zu beschützen und dass Waffenbesitz der effektivste Weg ist, sich selbst und seine Familie zu beschützen. Es gibt unwiderlegbare Beweise dafür, das die Opferentwaffnung fast immer dem Völkermord vorausgeht. Trotzdem behaupten die Waffengegner trotz aller gegenteiligen Beweise, dass „die Polizei Dich beschützen wird“, „dies eine sichere Gegend ist“ und „es hier nicht passieren kann“, wobei es alles zwischen Straßenraub und Massenmord sein kann.

Waffengegner die die Realität der nachgewiesenen und erheblichen Gefahren der Opferentwaffnung nicht akzeptieren wollen, verwenden Verneinung um sich vor dem Unbehagen sich hilflos und verletzlich zu fühlen zu schützen. Ebenso handeln Waffenbesitzer, die behaupten „Mir werden die Waffen schon nicht weggenommen werden“ um sich vor der Vorstellung zu beschützen, gewaltsam entwaffnet und damit hilflos und verletzlich gemacht zu werden.

Reaktionsbildung

Reaktionsbildung ist ein weiterer häufiger Verteidigungsmechanismus unter den Waffengegnern. Reaktionsbildung geschieht, wenn eine inakzeptable Emotion oder Wunsch in das genaue Gegenteil verkehrt wird. Zum Beispiel ein Kind, das auf einen Geschwisterteil neidisch ist könnte exzessive Liebe oder Zuwendung für den verhassten Bruder oder die verhasste Schwester ausdrücken.

Ebenso kann ein Mensch, der eine mörderische Wut auf seine Mitmenschen hat, behaupten, ein Pazifist zu sein, oder es ablehnen, Fleisch zu essen oder sogar Insekten zu töten. Solche Leute flüchten sich oft in spirituelle Disziplinen und glauben, sie wären den „weniger zivilisierten“ Menschen „überlegen“, die „gewalttätige Verhaltensweisen“ wie Jagen oder Sportschießen ausüben. Sie können auch „Tierschutz“ Organisationen beitreten, die Tierrechte über Menschenrechte stellen. Dadurch kann eine solche wütende Person nicht nur vermeiden, mit der eigenen Wut umzugehen, sondern es erlaubt ihm sogar, den verhassten Menschen Schaden zuzufügen, ohne Wissen zu müssen, dass er sie hasst.

Das soll jetzt nicht jene vielen wunderbaren Menschen schlecht machen, die Pazifisten, religiös oder vegetarisch sind, oder sich um den Tierschutz kümmern. Es geht nicht darum, was geglaubt wird, sondern wie ein Mensch seinen Glauben auslebt und erlebt. Ernsthafte Ausübende suchen sich zu bessern, oder in einer respektvollen, sanften Weise zu helfen. Sie arbeiten daran, andere friedlich zu überzeugen indem sie ein Beispiel für ihrer Meinung nach richtiges Verhalten geben. Ehrliche Pazifisten zeigen gegenüber allen Menschen guten Willen, auch wenn sie nicht mit ihnen einer Meinung sind.

Ganz im Gegensatz dazu steht ein wütend ausfallender Mensch, der Fleisch verbieten will und glaubt dass die Ermordung von Jägern zur „Rettung der Tiere“ gerechtfertigt ist – oder der Mensch der Selbstverteidigung verbieten will und glaubt, unschuldige Menschen wären verpflichtet, sich für die Verbesserung der Gesellschaft vergewaltigen und ermorden zu lassen. Beispielsweise sagt die Feministin Betty Friedan „dass sogar in Selbstverteidigung die letale Gewalt nur noch mehr Gewalt hervorruft“. Der wirklich spirituelle Pazifist vermeidet jeglichen Zwang bei seinen Bemühungen, andere Menschen nach seinen Vorstellungen handeln zu lassen, und wird generell von positiven Emotionen getrieben, während ein zorniger Mensch „sozial akzeptable“ Wege findet, um seinen Mitmenschen zu schaden, sie zu missbrauchen oder gar zu töten.

Im Fall der Waffengegner vermeidet die Reaktionsbildung jede Bewusstwerdung ihres Hasses gegen ihre Mitmenschen, während sie sich gegenüber den „gewalttätigen Waffenbesitzern“ überlegen fühlen können. Gleichzeitig erlaubt es ihnen, anderen schweren Schaden und sogar den Tod zuzufügen, indem sie den anderen die notwendigen Mittel zu ihrer Selbstverteidigung verweigern. Das macht die Reaktionsbildung aus psychologischer Sicht sehr attraktiv und daher auch schwer zu begegnen.

Verteidigungsmechanismen werden häufig kombiniert, und ein Waffengegner kann mehrere davon gleichzeitig verwenden. Mein unglücklicher Korrespondent beispielsweise verwendet Projektion um eine Welt aufzubauen, in der seine Nachbarn ihn ermorden wollen. Deshalb wird er zornig und ängstlich und muss noch mehr Mechanismen einsetzen, um das zu ertragen. Also verwendet er Projektion um seinen eigenen Zorn auf andere zu übertragen, Verneinung der Gefahren um vor einer Welt zu schützen, in der er glaubt hilflos den Mordgelüsten der anderen ausgesetzt zu sein, und Reaktionsbildung um zu versuchen, die Kontrolle über aller anderer Leben zu erlangen weil sein eigenes Leben ihm so hoffnungslos entgleitet.

Verteidigungsmechanismen verzerren die Realität

Verteidigungsmechanismen verzerren die Realität, um unangenehme Emotionen zu vermeiden. Deshalb ist beim Anwender die Fähigkeit, die Realität zu erkennen und zu akzeptieren vermindert. Das ist der Grund, warum mein E-mail Schreiber und viele andere Waffengegner an ihrem Irrglauben festhalten, ihre Nachbarn und Arbeitskollegen würden zu Massenmördern, würde man ihnen den Besitz von Schusswaffen erlauben.

Legale private Waffenträger sind tatsächlich weniger gewalttätig und weniger anfällig für kriminelle Aktivitäten jeglicher Art als der Durchschnitt der Bevölkerung. Ein unbescholtener Bürger, der einer polizeilichen (und hierzulande auch einer psychologischen) Untersuchung standgehalten hat, sich einem Training unterzogen hat und hunderte Euro für einen Waffenpass und eine Schusswaffe ausgegeben hat, wird nur mit äußerst geringer Wahrscheinlichkeit einen Nachbarn ermorden. Das würde ja eine Fahndung nach sich ziehen, ein Gerichtsverfahren, Gefängnis, in den USA möglicherweise sogar die Todesstrafe, und die Zerstörung seiner Familie, seiner Karriere und seines Rufes. Offensichtlich macht es für einen solchen Menschen keinen Sinn, seinen Nachbarn zu erschießen – außer in Notwehr. Ebenso offensichtlich hat ein Waffengegner, der meint dass böswillige Schusswechsel durch legale Waffenbesitzer wahrscheinlich sind, den Kontakt zur Realität verloren.

 

Der Staat bedroht die eigene Freiheit in Deutschland

Kommentare Kommentare deaktiviert für Der Staat bedroht die eigene Freiheit in Deutschland
Von , 8. September 2011 21:11

Von Lutz Möller

Nur wenn es gelingt aus der Masse 3,6 Millionen legaler Waffenbesitzern (mit Angehörigen sind das immerhin 5 Millionen Wählerstimmen!) eine gebündelte Kraft zu bilden, wird der Waffenbesitz in Deutschland überleben können. Die amerikanische NRA beweist seit Jahren eindrucksvoll, wozu eine solche Bewegung materiell, und somit auch politisch in der Lage ist. Dies setzt allerdings zwei Dinge voraus: Zum einen das Bewußtsein für die eigene zahlenmäßige Größe und die damit verbundene Möglichkeit, über Wählerstimmen entsprechend politischen Druck auszuüben. Zum anderen bedarf es natürlich der vielbeschworenen Einigkeit. Denn Einigkeit macht stark, aber nur wenn sich alle einig sind!

Lassen Sie mich eines in diesem Zusammenhang ganz deutlich sagen: Kein Waffengegner ist für uns so gefährlich, wie die Uneinigkeit, Ignoranz und profilneurotische Selbstsucht in unseren eigenen Reihen!

In unserer Gesellschaft geht es schon lange nicht mehr nur Schußwaffen. Tatsächlich steht viel mehr auf dem Spiel: Großbritannien muß uns insofern eine (letzte) Warnung sein: Nicht nur, daß in diesem Land sämtliche Faustfeuerwaffen verboten wurden. Damit einher ging eine permanente und systematische Beschneidung des Notwehrrechts mit bestimmten Waffenarten. Hinzu kommt die allgegenwärtige Präsenz von Überwachungskameras im öffentlichen Bereich. Inzwischen fordern die britischen Vollzugsbehörden sogar Gesetze, die die Überwachung des gesamten privaten sowie gewerblichen E-Mail- und Telefonverkehrs ermöglichen. Darüber hinaus sollen diese gesammelten Daten auf sieben Jahre hinweg gespeichert werden. Abgerundet wird dieses Gesamtbild durch das Verbot, Kurzwaffen auf den Titelseiten von Waffenmagazinen abzubilden. Wo werden solche Entwicklungen enden? Führt man den Gedankengang folgerichtig zu Ende, ist die Antwort einfach: Das Ergebnis wird der gläserne, entrechtete und entwaffnete Bürger sein, der darauf hoffen muß, daß der allmächtige Staat ihn vor bewaffneten Kriminellen schützt. Das aber kann er nicht. Polizei kommt immer erst nach der Tat.

Panorama Theme by Themocracy