Category: Medien

Wird “Schlag den Raab” von Pro7 abgesetzt?

Von , 16. Oktober 2011 11:03

Dieser Geanke schoss mir Gestern Abend durch den Kopf als ich mal wieder gelangweilt durch die deutschen Kulturprogramme gezappt bin.
Gestern Abend lief u.a. auf Pro7 eine neue Auflage des Quotenschlagers „Schlag den Raab“.
Wer nicht weiß worum es hier geht: Der Entertainer Stefan Raab stellt sich in dieser Sendung einem vom Publikum gewählten Kandidaten. Die beiden treten dann in diversen Weiter lesen 'Wird “Schlag den Raab” von Pro7 abgesetzt?'»

Erneuter Amoklauf von B90/Die Grünen

Von , 12. Oktober 2011 11:49

Ich habe mir gerade den Bericht vom 11.10.2011 „Halbautomaten aus dem Katalog“ bei Report Mainz (SWR) angeschaut. Verantwortlicher Autor ist Eric Beres.

Report Mainz – Halbautomaten aus dem Katalog

In diesem Beitrag wird sich darüber empört das es hier in Deutschland Halbautomatische Langwaffen für Sportschützen und Jäger zu kaufen gibt, die, Zitat Wolfgang Wieland (B90/Die Grünen), „kriegsähnliche Anscheinswaffen“ sind.

Hintergrund ist das Massaker auf Utøya, bei dem der Täter ein Halbautomatisches Gewehr verwendet hat.

Unter anderem wird, neben dem Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden, der Gewerkschaft der Polizei und die Position von B90/Die Grünen, auch das wirre Manifest des Täters von Utøya heran gezogen.
Dabei wird dem Zuschauer folgendes erzählt: (Zeit 4:08-4:27 Minuten im Beitrag)

Zitat:
„In seinem Manifest schreibt er detailliert über die Waffen für seine mörderischen Pläne. Ein „Bolt Rifle“, also ein einfaches Gewehr reichte ihm nicht. Ganz bewusst kaufte er eines das „army like“, also militärisch aussieht, und „semi-automatic“ musste es sein, also Halbautomatisch mit schneller Schussfolge.“ Zitat Ende.

Mal davon abgesehen das ich die Taten von Oslo und Utøya zutiefst verabscheue und ich das Manifest dieses Mannes nie gelesen habe, so war jetzt doch meine Neugierde geweckt.
Und ich fand den Absatz, auf den sich Herr Beres in seinem Beitrag bezog.

Seite 1367:
„[…]I have now sent an application for a Ruger Mini 14 semi-automatic rifle (5.56). It is the most “army like” rifle allowed in Norway, although it is considered a “poor man’s” AR-15. […] In any case; I would rather have preferred a Ruger Mini 30, but I already own a 7.62 bolt rifle and it is likely that the police wouldn’t grant me a similar caliber.[…]“

„[…] Ich habe jetzt einen Antrag für ein halbautomatisches Gewehr Ruger Mini 14 (5.56) gestellt. Es ist das am „meisten militärisch aussehende“ Gewehr das in Norwegen erlaubt ist, ist es auch als das AR-15 des „armen Mannes“ bekannt. […] Ich hätte lieber eine Ruger Mini 30 bevorzugt, aber ich besitze schon ein Repetiergewehr im Kaliber 7,62 und die Polizei würde mir ein weiteres Gewehr im gleichen Kaliber nicht erlauben. […]“

In dem Beitrag wird dem Zuschauer suggeriert das der Täter von Utøya gezielt nach militärisch aussehenden halbautomatischen Waffen gesucht hätte. Liest man aber sein Manifest, stellt man im besagten Absatz fest das er nur über die Beantragung einer Waffe geschrieben hat. Kein Wort davon das es schnell schießen soll. Wer den Links folgt wird sehr schnell fest stellen das die beiden Waffen so gar nicht wie eine “Kriegsähnliche Anscheinswaffe” aussehen.

Was noch auffällt: Bis auf die gezeigten Bilder von Friedrich Geppert (Präsident Bund Deutscher Sportschützen) und des Jägers der einen Schuss abgibt, sind alle Filmsequenzen die Waffen und/oder Munition zeigen aus dem Internet.
Gleich zu Anfang wird ein Werbevideo der German Sport Guns verwendet, das eine GSG-522 SD zeigt. Die Waffe selbst kann von Jägern in Deutschland gekauft werden, ist aber eine Kleinkaliberwaffe und für die Jagd ungeeignet. Für Sportschützen ist diese Waffe verboten da sie eine Lauflänge von 23cm (kleiner als 42cm) hat.

Dieser ganze Beitrag hat nur einen Zweck:

B90/Die Grünen wollen in diesem Herbst einen Gesetzentwurf in den Bundestag einreichen der den Besitz von sog. „kriegsähnliche Anscheinswaffen“ verbieten soll.
Hier in Deutschland gibt es keine Anhaltspunkte die einen solchen Gesetzesvorstoß mit belastbaren Fakten untermauern könnten.
Statt dessen wird wieder einmal eine Tragödie von großem Ausmaß und mit vielen Opfern aus dem Ausland für einen Innenpolitischen Vorstoß von B90/Die Grünen missbraucht.

Dies alles geschieht vor dem Hintergrund das B90/Die Grünen in letzter Zeit nicht sehr viele Erfolge erzielen konnte (Koalitionsdesaster in Berlin) bzw. eine kräftige Ohrfeige erhalten könnte (Mögliche Niederlage bei Volksabstimmung zu S21 in Stuttgart).
Um ihr politisches Ego wieder zu kurieren suchen sich die Grünen daher ein Thema zu dem sie keinen großen Widerstand aus der Presse erwarten und bei dem sie auf jemanden einprügeln können, die ihrer Meinung nach selbst einen “Defekt in ihrem Ego” haben.

*Nachtrag*

Presseinformation REPORT MAINZ zum Thema “B90/Grüne fordern Verbot von halbautomtischen Langwaffen”

Was wir aus Norwegen lernen

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Von , 13. August 2011 11:50

Von Dr. Georg Zakrajsek

Können wir aus der Katastrophe von Norwegen etwas lernen? Sollen wir daraus etwas lernen? Wer soll daraus etwas lernen? Und was überhaupt?
Die Fähigkeit, aus solchen Vorfällen etwas zu lernen, ist beschränkt. Der Mensch wird aus Schaden selten klug. Außerdem: Um das Lernen geht es nicht. Es geht nicht darum, diese Vorfälle auszuwerten, Gegenstrategien zu entwickeln und Überlegungen anzustellen, wie man solche Dinge in Zukunft verhindert könnte.
Ginge es bloß darum, wären wir schon fertig. Es sind Fehler gemacht worden, unglaubliche Fehler, die es dem Täter erst ermöglicht haben, sein Vorhaben auszuführen. Der Bombenanschlag ist auszuklammern. Niemand kann das verhindern. Das gelingt auch einer ständig präsenten und gut ausgerüsteten Militärmacht nicht. Libanon, Nairobi, Afghanistan, Pakistan, Beispiele jämmerlicher Hilflosigkeit gegenüber opferbereiten Fanatikern.
Das Massaker auf der Insel ist etwas anderes. Hier geht es um das Phänomen sogenannter „waffenfreier Zonen“, die wie ein Vakuum solche Täter magisch anziehen. Das war bei den School-Shootings so, bei den Morden auf den Flughäfen und jetzt wieder in Norwegen.
Strategien dagegen wären einfach, wie man so etwas macht, sieht man in Israel. Den meisten Menschen ist es natürlich kein angenehmer Gedanke, sich mit Selbstbewaffnung auseinanderzusetzen – aber wer sich wehrlos macht, wird daran verderben.
Aber all das will man nicht lernen, all das soll gar nicht gelernt werden, denn das würde ja wirklich helfen und solche Schreckenstaten verhindern können.
Politiker und Journalisten sind aber daran überhaupt nicht interessiert. Denen geht es in erster Linie um das Ausschlachten von Sensationen und um politische Aktionen.
Tatsächlich hätte der Zuwanderer-, Asylanten- und Islamistenindustrie nichts Besseres passieren können als dieser Massenmord in einem bis dahin so unauffälligen und friedlichen Land. Die Reaktionen haben das überdeutlich gemacht. Man hat diese Katastrophe blitzartig in eine Aktion zur weiteren Einschränkung der Meinungsfreiheit, zur weiteren Ausdehnung des Überwachungsstaates umfunktioniert. Willige Helfer haben sich sofort eingefunden, Gesetzesbastler, die schon lange auf eine so hervorragende Gelegenheit gewartet hatten, Panikjournalisten, Bolschewiken aller Schattierungen, Pseudo-Wissenschaftler mit einem schlecht unterdrücktem Sendungsbewußtsein, alle waren dabei.
Was lernen wir also? Alles was passiert, paßt ins Programm und was nicht paßt, wird passend gemacht. Besorgte Kritik wird zur Hetze, berechtigte Mahnungen zu rassistischen Angriffen, eine fragwürdige, aggressive Religion zum unantastbaren Heilsinstrument. Wir werden noch vorsichtiger werden müssen, mit allem was wir schreiben und sagen, der Blick über die Schulter wird zur lebenserhaltenden Angewohnheit. All das war schon da, es hat nur anders geheißen. Wir müssen nichts mehr lernen, die Lektion kennen wir schon recht gut.

Hetze gegen freie Bürger

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Von , 28. Juni 2011 18:02

Von Markus Präg
Vorstandsmitglied prolegal http://www.pro-legal.de

Liebe Jäger und Sportschützen, Werte Sammler und am Schießsport Interessierte,
Sehr geschätzte freiheitlich Denkende,

wie weit die Hetze, denn anders kann man es nicht mehr nennen, gegen unseren Sport, gegen Menschen, die legal Waffen besitzen und auch allgemein gegen unabhängig Denkende, die sich nicht von Obrigkeit und Medien eine Meinung aufzwingen lassen wollen, geht, können Sie in diesem Artikel (http://www.nwzonline.de/Aktuelles/Politi…sier.html) der Nordwest-Zeitung nachlesen.

Interessant sind insbesondere die Kommentare zu diesem Artikel. Nicht nur ihre Anzahl und ihr ablehnender Tenor zeigen, daß die Menschen bei weitem nicht in dem von den Medien suggerierten Ausmaß gegen den Waffenbesitz und die Ausübung des Schießsports sind.
Die Medien verfügen in “unserem“ Staat über eine Machtfülle, die besorgniserregend ist.

Das entsprechende “Handwerk“ wird auf der unteren Ebene von Schreibern ausgeführt, die selbst grundlegende Voraussetzungen und Ansprüche des Journalismus ignorieren und mit Füßen treten, deren Berichterstattung nicht nur jeglicher Neutralität Hohn spricht, sie bemühen sich noch nicht einmal darum, die vorgegebene Linie zu kaschieren. In ihren Augen haben bestimmte Zielgruppen keine Chance. Andere hingegen sind sakrosankt.

Gegen diese staatliche Bevormundung und Besserwisserei, die in eklatantem Widerspruch, jedoch von vielen unbemerkt oder tapfer ignoriert, zu dem vordergründig zur Schau getragenen, tolerant-verständnisvollen Gebaren steht, vorzugehen, ist ein vordringliches Ziel von prolegal. Die absolute Kontrolle über Bürger, die legal Waffen besitzen ist nur eine Facette des Manipulations- und Kontrollbedürfnisses oder exakter, Kontrollwahns “unseres“ Staates, der sich in immer neuen Verboten manifestiert; diese Haltung offenbart nicht nur Misstrauen, sondern Angst gegenüber dem eigenen Souverän, dem eigenen Bürger. Das ist ein Skandal, den wir nicht hinnehmen dürfen!

Dieser kleine Artikel in jener unbedeutenden Postille ist ein Auftakt, Kontra zu geben. In unserer Gesellschaft haben einzelne Stimmen, die sich das Recht auf Widerspruch gegen die propagierte Einheitsmeinung erdreisten, jedoch kein Gewicht. Wir alle sind an einem kritischen Punkt angelangt: wir müssen jetzt etwas verändern, bevor uns endgültig jede Möglichkeit genommen wird. Tragen Sie mit dazu bei, unserer Stimme mehr Gehör zu verschaffen! Stehen Sie mit uns für unser Recht ein, für unsere bürgerliche Freiheit, für unseren Sport und für unsere Passion!

Mir soll sein böser Wille nicht viel schaden, ich tue recht und scheue keinen Feind.
Friedrich Schiller, Wilhelm Tell, 3. Akt, 1. Szene.

Gemeinsam sind wir stark – lassen Sie uns für eine offene Gesellschaft eintreten und sie gegen ihre neuen Feinde verteidigen: den Aufnahmeantrag (auch für Familienmitglieder) zu prolegal können Sie ganz einfach online stellen.

Privatfirma will Bundesgestze machen.

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Von , 24. Juni 2011 08:46

Von Katja Triebel
Legalwaffenbesitzer

 

 

Liebe Kollegen und Waffenrechtsfreunde,
die rot-grünen Koalitionen in Baden-Württemberg und Bremen wollen nicht nur Großkaliber Kurzwaffen für Sportschützen verbieten, die Bremer wollen auch ArmatixSperrelemente für Waffentransporte zum Gesetz machen.

Nach meinen Recherchen könnte Armatix für die Erbwaffenblockierung 2003 verantwortlich gewesen sein durch gute, politische Kontakte, eventuelle Vermittlung von Aufsichtsratsposten an den damaligen Innenminister Schily und eventuelle Berater-Honoraren an Mitentscheidungstäger. (Researchquellen finden Sie auf der unten verlinkten Seite)

Methoden, die Armatix in der Schweiz angewandt hat und dort aufgedeckt wurden. Das Fazit der Schweizer:
Die Schweizer Landesregierung bezweifelt die Wirksamkeit elektronischer Sicherungssysteme.

 

Doch in Deutschland wurde genau diese Blockierung, die lediglich 30 Minuten Widerstand leisten muss, für Erben, die diese Waffen jahrelang besitzen dürfen, zur Gesetzespflicht

 

Doch in Deutschland werben Waffenrechts-Lobbyisten wie FWR und VDB aktiv für Armatix, u.a. in allen IWA-Zeitungen bis 2010, in den Interviews mit Herrn Streitberger nach Winnenden, der die Waffenlobby in Brüssel vertritt und aktuell durch den Zertifizierungs-Hinweis auf den VDB-Webseiten.

Doch in Deutschland wirbt das Aktionsbündnis Winnenden, das eine 10.000 Euro-Spende vom Armatix-Geschäftsführer erhalten hatte.

Doch in Deutschland wirbt der ehemalige Innenminister Brandenburgs, der ebenfalls 10.000 Euro Berater-Honorar
erhalten haben soll.

Sie können sich selbst überlegen, wie sich 200 Euro Mehrkosten pro Lauf, sowie die Schwierigkeiten beim Ein- und Aussetzen der Sperrelemente auf die Jagdausübung und den Schießsport auswirken wird.

Sie können sich auch überlegen, ob die rot-grüne Initiative des Großkaliberverbots zunächst in eine Sperrelement-Pflicht für diese Waffen “abgemildert” wird, da unsere Waffenrechts-Vertreter ja immer gewillt sind, einige “Kröten” zu schlucken.

Sie können sich auch überlegen, wielange es dann dauern wird, bis aus der Sperrelemente-Pflicht eine Pflicht für alle Waffen – auch Druckluft und Gaswaffen – wird. In England wurden Gaswaffen 2006 verboten und Druckluftwaffen stehten aktuell auf dem Programm.

Sie können sich auch überlegen, wieviele Methoden eine Firma, die seit Jahren lügt, besticht und Verluste auf Steuerkosten einfährt und trotzdem von öffentlichen Institutionen und Personen gefördert wird, noch in petto hat, um aus uns Gänse zu machen, die goldene Eier legen.

Wenn Sie dies nicht wollen, informieren Sie Ihre Lokalpolitiker und lokalen Medien, sowie Ihre Freunde und Bekannte.
Die unten verlinkte Seite ist zum Verteilen frei gegeben.

Anm. für Waffenhändler:
Bisher 4000 verkaufte Erbwaffen-Blockierungen können kein Argument dafür sein, dass Hunderte von Waffenhändlern dieses System weiterhin verkaufen. Für jährlich 500-1000 Blockierungen  würde in Deutschland ein einziger Büchsenmacher reichen, dem es egal ist, wie er sein Geld verdient.

Trennen Sie sich von Armatix, fordern Sie den VDB und das FWR auf, Werbung für diese Firma zu unterlassen.

Bei hochwertigen Erbwaffen kann man diese auch in Kommission nehmen bis der Erbe seine Sachkunde abgelegt hat und die Waffe wieder in Empfang nehmen darf. Bei Kurzwaffen und Schrotwaffen fragen Sie nach den mechanischen Produkten von TLS und Gunblock. Oder Sie schicken den Erben zu dem Büchsenmacher, der trotz dieser Erkenntnisse immer noch mit Armatix zusammenarbeiten will.

Eine Lizensierung für Armatix ist bereits intern ein Disqualifikations-Siegel und wird dies bald auch öffentlich sein.

Beugen Sie dem vor, in dem Sie jetzt der Lizensierung widersprechen und kontrollieren Sie, ob dies auch auf den beiden Webseiten von Armatix und VDB ausgewiesen ist.

Eine Seite Kompaktwissen zu den hier beschriebenen Aussagen und 13 Seiten Researchmaterial finden Sie online unter:
http://www.triebel.de/2011/Armatix-Dossier.pdf

Um welche Firma es sich handelt
Kurze Einleitung

Armatix beschäftigt sich bereits seit 2002 innerhalb der SimonsVoss Technologies AG mit der Entwicklung digitaler Waffensysteme.
Laut eigener Pressemeldung entstand 2004 die Armatix GmbH als Spin-off (Ableger) aus dieser SimonsVoss Technologies AG. Der Firmensitz war in Stuttgart (Baden-Württemberg), Forschung und Entwicklung liegt in Unterföhring (Bayern) und Produktion in Petersberg (Thüringen).
Mehrheitsgesellschafter war 2004 die SimonsVoss Beteiligungsverwaltungs GbR.
Die Landeskreditbank Baden-Württemberg war 2004 mit 25,1% beteiligt, zudem gab es noch diverse Kleininvestoren.
Der Geschäftszweck beinhaltet Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Sicherungssystemen für Schusswaffen (zivile und behördliche Anwendungen).
Die Produktlinien hießen Quicklock und Smart Gun.
2006 beschäftigte Armatix 8 Mitarbeiter.
Laut dem Bundesanzeiger wies Armatix zum 31. Dezember 2006 ein Eigenkapital von 33.600 EUR (Vorjahr 25.150 EUR) auf, bei 2.563.330 EUR (Vorjahr 49.850 EUR) Kapitalrücklagen.
Der Jahresfehlbetrag lag bei 1.175.308 EUR (Vorjahr 549.558 EUR).
Das buchmäßige Eigenkapital schoss von 0 EUR auf 865.369 EUR.
Im Jahr 2008 stieg der nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag auf 4.068.235 EUR (Vorjahr 874.561).
Der Jahresgewinn/-fehlbetrag betrug -3.193.674 EUR (Vorjahr 1.731.560 EUR).
Die Verbindlichkeiten lagen bei 6.559.796 EUR (Vorjahr 1.706.520)
Armatix wird aktuell von der Beteiligungsgesellschaft des Freistaats Thüringen bm|t
unterstützt.
———–

Im Jahr 2002 schaffte der mit der Biometrie-Industrie verbrüderte SPD-InnenministerSchily das „reine” Erbenprivileg im Waffenrecht ab. Erbwaffen müssen seitdem mit einem zertifizierten mechanischen oder elektro-mechanischen Blockiersystem gesichert werden, das einem Angriff 30 Minuten widerstehen muss.

Erhalt des Erbenprivilegs wäre möglich gewesen

Nach Aussage eines Regierungsbeamten, wäre der Erhalt des „reinen” Erbenprivilegs möglich gewesen. Die Fallzahlen der Erbwaffen waren bei Missbrauch auffällig niedrig.

Dies ist u.a. darin begründet, dass Erben keine Munition besitzen dürfen. Wie eine Blockierung, die lediglich 30 Minuten Widerstand leisten muss, einen Erben daran hindern sollte, diese in monatelangen Versuchen zu entfernen, erschließt sich wohl nur dem Gesetzgeber oder einem findigen Entwickler.

Während renommierte Waffenfirmen die Entwicklung dieser Blockierung schnell wieder aufgaben, stieg Bernd Dietel mit seiner Firma SimonsVoss/Armatix bereits 2002 in das Geschäft der drei Millionen Erbwaffen ein.

Hohe Förderung durch Landesinstitute

Gefördert und finanziert wurde das Projekt zunächst u.a. von der Landeskreditbank Baden-Württemberg, später und aktuell von der Beteiligungsgesellschaft des Freistaats Thüringen.

Dietels politische Kontakte im Bundesinnenministerium führten ihn bereits 2002 in die Waffenbranche ein. Armatix wurde nach 2004 Mitglied bei den Waffenlobbyisten VdB und FWR. Beide warben bis 2010 insbesondere für die Blockiersysteme von Armatix. Die damaligen Geschäftsführer des FWR gründeten 2004 eine Beratungsfirma für Sicherheitssysteme, die vermutlich Beraterhonorare von diversen Herstellern bekam, die dem FWR-Büro laut eigenen Angaben damals „die Türen einrannten”.

Laut Insiderangaben konnte Armatix jedoch bis 2010 weniger als 4000 Erbwaffen-Blockierungen verkaufen. Statt in teure Tresore und Blockiersysteme zu investieren, ließen viele Erben ihre Waffen lieber vernichten oder in Dekowaffen umbauen bzw. verschenkten oder verkauften sie.

Ausgaben von mehreren Millionen Euro müssen sich irgendwie rentieren. Daher entwickelte Armatix seine „Smart Gun” mit Transponder-Technologie. Da einige amerikanischen Polizisten mit ihren eigenen Schusswaffen getötet wurden, glaubte Armatix an Chancen auf dem Behördenmarkt im In- und Ausland und schloss mit Heckler&Koch einen Lizenzvertrag. Doch zeigte bisher keine Behörde Interesse. Die Gefahr, dass Gegner die Elektronik so stören könnten, dass die Waffen der Polizisten oder Soldaten blockiert wären, wog schwerer als die Gefahr der missbräuchlichen Entwendung.

Über sechs Millionen Entwicklungs-, Werbungs- und Reisekosten ohne Chancen auf Absatzmärkte lautete Armatix‘ Bilanz zum Jahresende 2008.

Doch dann kam Winnenden

Ein neuer Hoffnungsschimmer: 10 Millionen private Jagd- und Sportwaffen müssen nur eine biometrische Zugangskontrolle bekommen, damit Armatix in die Gewinnzone klettern kann. Ein zweiter Hoffnungsschimmer: die Schweizer Waffeninitiative „Schutz vor Gewalt”. Auch in der Schweiz schlummern Millionen von Waffen.

Bestechung nachgewiesen

Die Bestechung des Schweizer Nationalrats Pius Segmüller, der zwei Motionen und die Waffeninitiative unterstützt hatte, ist aufgedeckt. Die Schweizer Landesregierung bezweifelt die Wirksamkeit elektronischer Sicherungssysteme.

Im März und April 2011 erschien in der Branchenzeitschrift „Waffenmarkt Intern” ein Interview mit Herrn Dietl. Dort warb er für seine Sicherungssysteme als Alternative zu einem Waffenschrank. Im Mai 2011 konnte man in mehreren Internet-Blogs frisch angemeldete User treffen, die für die biometrischen Sicherheitssysteme von Armatix warben.

Anfang Juni findet man viele private Blogs, in denen die Worte „Deutschland”, „Sicherheit” und „Armatix” auftauchen – mit Link zum neuesten Werbevideo vom 24.05.2011.

Mögliche Bestechung auch in Deutschland?

In Deutschland gibt es medienwirksame Auftritte mit Politikern, die von der Armatix-Zusatzsicherung begeistert sind: einer Sicherung, die 2009 in zwei voneinander unabhängigen Tests unter notarieller Aufsicht (ZDF und VISIER) innerhalb von wenigen Minuten geknackt wurde. Noch im Februar 2011 warb das Amokbündnis Amoklauf Winnenden (AAW) für deren gesetzliche Pflicht. Bernd Dietel hatte 2009 dem Bündnis 10.000 € gespendet, sich jedoch laut eigenen Angaben vom AAW getrennt.

Der ehemalige Innenminister Brandenburgs Jörg Schönbohm wirbt im neuen Werbevideo für Armatix. Laut Information eines ehemaligen Armatix-Mitarbeiters bezog Herrn Schönbohms Berliner Firma SC3 Consulting ein fünfstelliges Beraterhonorar.

Im Juni 2011 steht im rot-grünen Koalitionsvertrag der Bremer (auf Seite 94): „Darüber hinaus werden wir zur effektiveren Sicherung von Sport- und anderen privaten legalen Waffen eine Initiative ergreifen „endlich die technisch bereits ausgereifte digitale Sicherung von Waffen auf dem Verordnungs- und Gesetzeswege mit der manuellen Sicherung, zum Beispiel durch Waffenschränke, gleichzustellen.”

Kommt Herr Dietl endlich in die Gewinnzone oder wachen die deutschen Politiker auf und nehmen sich ein Beispiel an den Schweizern?

Links und Details zur Quellenforschung findet man hier zum Weiterlesen.

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